Das Haar hängt schief III – ein Zahnarztdrama in drei Akten

Was bisher geschah: nachdem Tante Marianne eine öffentliche Bedürfnisanstalt verwüstet hat, gerät sie in die Fänge eines ganzkörpergummierten Kieferproktologen, bei dem sie mit einer weinroten Serviette an den Behandlungsstuhl gekettet darauf wartet, vor das Antlitz ihres Schöpfers zu treten.

Ja, ich erzähl das mal schnell, die Erinnerung verblasst langsam und in diesem Fall habe ich auch gar nichts dagegen… (Anm. d. Red: frag uns mal)

Die Behandlung war also beendet, der Zahnarzt hatte sich mit ein paar heiteren Worten von mir verabschiedet (Anm. d. Red: hat er sich nicht auch noch vor Lachen auf den Rücken gepackt?) und war ins benachbarte Behandlungszimmer gegangen. Auf einem Display bemerkte ich die Uhrzeit.

Um die Bahn noch zu kriegen, müsste ich mich sputen. Da das Tablett mit dem Behandlungsgedönse mir noch den Ausstieg aus dem Stuhl verwehrte (Anm. d. Red: wo war die vom Wein rote Serviette?), meinte ich indirekt auffordernd so zur Assistentin: „Bin ich fertig, kann ich los?“ Ja ja, sie würde mich gleich runterfahren (Anm. d. Red: hätte sie mal bloß) und befreien.

Da ich solange nicht warten wollte, aber auch keines dieser gefährlichen Sensor(?)felder am Tablett berühren wollte, habe ich mich einfach wie schmelzendes Wachs unter das Tablett hindurch vom Stuhl gleiten lassen (Anm. d. Red: warst Du auch gummiert?), was sie mit einem irritierten Stirnrunzeln quittierte, das wiederum bei mir das unangenehme Gefühl auslöste, mich gerade etwas daneben benommen zu haben (Anm. d. Red: eine naheliegende Vermutung). Aber ey, die Bahn!

Ich also raus, noch schnell zum Tresen, um mir den Termin für die Zahnreinigung zu holen. Zwei Schritte vor dem Tresen merke ich: Mist, Brille (Anm. d. Red: welche Brille jetzt? Klobrille? Taucherbrille?) am Behandlungsstuhl liegen lassen! Wenn jetzt der nächste Patient dort Platz nimmt, müsste ich womöglich warten und von meiner Bahn sähe ich nicht mal mehr die Rücklichter.

Ich also im Laufschritt, mit langen Schritten zurück. Gerade als ich in das Behandlungszimmer einbiegen will, kommt da der Zahnarzt heraus (hä, war der nicht schon nebenan gewesen??!?) (Anm. d. Red: bravo, dem hast Du bestimmt gerade den Quickie mit der Assistentin vermasselt). In geübter Kickboxingmanier winkeln sich meine Arme schützend vor meinen Oberkörper, ein Zusammenprall scheint fast unausweichlich.

Geistesgegenwärtig gelingt mir ein Ausweichschritt nach links und ich kann gerade noch verhindern, mit dem Restschwung gegen die Wand zu brettern. Ich erkläre mit einer hilflosen Gesichtsentgleisung: „Oh sorry, ich habe meine Brille liegen lassen!“ – „Das ist schlecht, ja“ meint er (Anm. d. Red: s.o., der bohrt Dir beim nächsten Besuch bis unter die Schädeldecke). Kann sein, er hat das wirklich nicht mitbekommen, dass ich ohne Rücksicht auf Verluste durch seine Praxis gerannt bin? Ja, der war doch bestimmt zu beschäftigt, oder?!! (Anm. d. Red: rüschtüsch, s.o.)

Okay, Brille geschnappt, den Termin geben lassen und mit dem Jacke anziehen gleich aus der Praxis raus, um die Treppe runter … Äh …. nein! Statt nach links zur Treppe zu gehen, war ich nach rechts gebogen und weil ich im Laufschritt unterwegs war, bemerkte ich meinen Irrtum erst, als mir der Anmeldetresen einer benachbarten Praxis den weiteren Weg verwehrte. (Anm. d. Red: ist der Anmeldetresen noch in seiner ursprünglichen Form nutzbar?)

Ich muss ziemlich blöde geguckt haben (Anm. d. Red: hört sich wahrscheinlich an), die Dame an der Anmeldung schaute mich an, als sei ich ein exotisches Tier. Ich stieß nur ein verstörtes „Sorry, ein Versehen!“ hervor und flüchtete aus dem Gebäude. (Zu meiner Ehrenrettung muss ich aber sagen, dass die Praxis umgezogen ist (Anm. d. Red: oder war es die Treppe?), ich also zum ersten Mal dort war und mich ja mit all den Örtlichkeiten und Funktionen gar nicht auskennen konnte!)

Meine Bahn fiel dann auch noch aus (Anm. d. Red: die musste vorsichtshalber großräumig umgeleitet werden) und die folgende hatte 20 Minuten Verspätung. Hab mir beim Warten im zugigen Untergrund voll den Arsch abgefroren.

Das Haar hängt schief II – ein Zahnarztdrama in drei Akten

Was bisher geschah: im Gerangel um den besten Listenplatz beim Zahnarzt zerlegt Tante Marianne die Patiententoilette und erscheint danach mit wirrem Haar und hochgerolltem Ringelrübenminirock im Behandlungszimmer.

Ich muss dann ein Blackout (Anm. d. Red: Fallout?) gehabt haben; kann mich nämlich nicht erinnern. Zu meinen Haaren sagte er nichts, aber — das ist tatsächlich wahr – er verhedderte sich mit seinem gummierten Fingern darin, als er hinter meinem Rücken vorbeigriff (Anm. d. Red: zu welchem Zweck genau hat er sich denn da die Finger gummiert?), um etwas zu nehmen.

Ja, und dann hat er die weinrote Serviette (Anm. d. Red: vorher oder nachher weinrot?) nur an einer Seite mit der Klammer befestigt, mir diese über die rechte Schulter gelegt und dann eine Haarsträhne ordentlich beiseite gelegt. (Anm. d. Red: bist Du Dir sicher, dass das ein Zahnarzt war?) Könnte man vielleicht als Hinweis sehen, dass meine Frisur nicht so wirklich gesessen hat?

Ich hätte ein Selfie auf dem Zahnarztstuhl machen sollen! (Anm. d. Red: oder einen Orgasmus vortäuschen) Sehr ärgerlich, dass ich es nicht getan habe, so werden wir die Wahrheit nie erfahren! Aber mit Betäubung ein Duckface?? (Anm. d. Red: wohl besser als ohne …) Nee, das muss ich vorher üben.

… Ist euch denn aufgefallen, dass ich noch gar nicht berichtet habe, wie es nach der Behandlung weiterging? (Anm. d. Red: weniger) Bin ja immer noch in der Praxis drin. Also, das war dann so … Nein, Moment! Gleich heißt es wieder „Quaselchen“. Werde erst mal in mich gehen und überlegen, ob ich beleidigt sein und in schmollendes Schweigen ausbrechen sollte. (Anm. d. Red: das wäre allerdings eine Alternative) Hmm hmm hmm…

Oscar-Benno Rülpsilanti lässt Pannen-Ullas Klobrille auf Kosten der Steuerzahler beheizen

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Der stellvertretende Vizeoberbürgermeister Oscar-Benno Rülpsilanti gönnt seiner Ex-Ehefrau Pannen-Ulla Schmidt („Die Kasse zahlt euch aber nix dazu!“) nach Informationen von „dorsch-tv“ neben einer Rekordapanage aus der Parteikasse auch eine Dumpingmiete für ihre Luxusimmobilie, ebenfalls aus der Parteikasse. Außerdem kümmert sich Rülpsilanti um eine extravagante Befindlichkeit seiner Ex-Ehefrau. Er hat nämlich auf Kosten der Steuerzahler für etwa 600.000 Dorsch-$ eine Mini-Atomkraftwerk fertig stellen lassen, das ausschließlich zum Beheizen der Klobrille seiner Ex-Ehefrau zuständig sein soll. „Ich bin nun mal sehr empfindlich auf meinem Marmorthron in meinem Porzellanstübchen, da muss ich schon sowas haben“, diktierte die werte Dame den Reportern von „dorsch-tv“ in die Mikrofone. Ein hochrangiger Gemeinderatsbeamter, der zuständig für die Bewilligung der Gelder gewesen sein soll, erklärte auf Anfrage, man könne sich über Vertragsdetails nicht äußern. „Die Nebenleistungen wurden entsprechend dem damals gültigen Nebenleistungskatalog in Anspruch genommen und nach den geltenden steuerlichen Grundsätzen korrekt behandelt.“

Die Originalmeldung können Sie auch hier nachlesen.

Das Haar hängt schief – ein Zahnarztdrama in drei Akten

Ja, das war so … Mein Termin war morgens zum Sprechstundenbeginn. Kennt man; den Termin muss man sich immer mit mindestens einem weiteren Patienten teilen. (Anm. d. Red: kommt ganz auf die Kasse an) Also kommt es darauf an, sich schnell an der Anmeldung zu zeigen.

Tatsächlich kam mit mir ein weiterer Herr. Leider war so früh die Anmeldung noch nicht besetzt. Mein Erscheinen wurde mit einem Nicken im Vorübergehen quittiert. (Damit liegt aber ja noch nicht meine Patientenkarte bereit. Und auf die kommt es, die Reihenfolge betreffend, ja eben an!).

Der andere Patient ging aber gleich ins Wartezimmer (Anm. d. Red: ganz alter Zahnarztpraxistrick) und da ich nicht nur die Haare richten wollte, sondern auch – *räusper* – musste, flitzte ich schnell zur Toilette, um rechtzeitig am Tresen zurück zu sein. Ich erzähle das, weil Folgendes eher dieser Eile geschuldet war, denn meiner Dummheit. Aber das ist eigentlich eh klar, nicht wahr? (Anm. d. Red: öhmm, nein?)

Also zack rin, Tür verriegelt. Um keine Zeit zu verlieren, zog ich nur schnell den Kamm hervor und ließ meine Handtasche am Handgelenk baumeln. Ich beugte mich über das Waschbecken zum Spiegel hin, um bei der Gelegenheit zu kontrollieren, ob die schmelzenden Schneeflocken auf meinen getuschten Wimpern zu diesem lächerlichen Pandaaugeneffekt geführt haben. (Anm. d. Red: ??? – hast Du doch immer)

Dabei ist mein Arm also über den Wasserhahn und die Handtasche unter diesen geraten, woraufhin dieser sich wie von Zauberhand öffnete und seinen dicken Wasserstrahl direkt in meine geöffnete Handtasche … WAAAAAAAH! (Anm. d. Red: und dann kam der Kurt Felix rein?) Zum Glück habe ich einen Handtaschenorganizer (Anm. d. Red: blööööök, allein schon) drin, in dem ich die mobile Elektronik in Seitentäschchen untergebracht hab.

Das war ja das Erste: Elektronik raus!! Oh mein Gott … Vollkommen überrumpelt, leicht panisch, greife ich zum Tuchspender, der zusätzlich mit einer dicken Düse (Anm. d. Red: bist Du sicher, dass der mit der dicken Düse der Tuchspender war?)

Oh mein Gott! Der Spender war knallevoll, ich bekam immer nur kleine Papierfitzelchen heraus und als ich dann endlich soweit war, mein Handtascheninneres trockenlegen zu können, geriet ich bei einer Bewegung mit meinem wild rudernden Arm unter diesen vermaledeiten Wasserhahn (wie blöd kann man sein???) (Anm. d. Red: das fragen WIR DICH) , woraufhin mein Ärmel bis zum Bizeps hinauf mit warmen Wasser getränkt wurde,. Noch mehr Tücher … noch mehr Zeit verging! Das Pinkeln hatte ich darüber völlig vergessen – das will was heißen.

Lange Rede, kurzer Sinn: der andere Patient kam vor mir dran. 😦

ringeldorsch beantwortet keine doofen Fragen mehr

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ringeldorsch, Blogger aus dem Landkreis Borschmannseck, hat im Laufe seiner Bloggerlaufbahn gelernt, „Nein“ zu sagen: „Als ich anfing, Blogs zu machen, ließ ich mich manchmal zu Sachen überreden, die mir eigentlich widerstrebten“, sagte ringeldorsch dem Wochenmagazin „Dorsch im Bild aktuell“.

Immer wieder seien früher „irgendwelche absurden Ideen“ an ihn herangetragen worden: „Damals war ich noch zu schüchtern und zu verkrampft, um abzulehnen“, so der 63-Jährige. „Heute bin ich etwas lockerer und sage schon mal, dass ich etwas doof finde.“ Vor einer Weile habe ihn ein Fernsehmoderator in „dorsch-tv“ gleich am Anfang nach seinem Kontostand gefragt, danach zu seinen Dreier-Beziehungen zu Tantchen, Samtmut und zum Faxen-Fritz.

ringeldorsch: „Bei so was verweigere ich mittlerweile die Antwort, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.“

Bauernregeln zu Osses Geburtstag (24.7.)

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Schnee am Osses Geburtstag – die Ernte wird gut.

Schneesturm an Osses Geburtstag – es wird viele Benen geben.

Reifglätte an Osses Geburtstag deutet auf gute Weizenernte und viele Schwangerschaften bei den Mägden hin.

Viele Sterne im Himmel zu sehen – die Erbsenernte wird gut.

Nach Übernahme: ringelnitz stellt neues Zwiebeleis-Design vor

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Schluss mit dem Trauerklosdesign: Zwiebeleis jetzt auf dem Weg zur Weltrevolution

Schluss mit dem Trauerklosdesign: Zwiebeleis jetzt auf dem Weg zur Weltrevolution

Nach der feindlichen Übernahme des Zwiebeleis-Blogs hat ringelnitz harte Maßnahmen angekündigt.

  • Zwiebeleis wird für die Weltrevolution fit gemacht
  • Das bisherige brandenburgisch-sauertöpfige VEB-Design wird komplett neu gemacht, s.o.
  • Auch Herr Teddy wird komplett umgestaltet, kriegt einen georgischen Bürstenbart verpasst und wird in Herr Josip umbenannt
  • Der zukünftige Herr Josip wird als rülpsilantischer Handpuppenrevoluzzer in taumelnden Staaten eingesetzt
  • Der bisherige Herr Teddy wandert ins Archiv und staubt dort Akten und graugrüne Gummibäume ab

„Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“