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Jauche ist ähnlich wie Gülle, nur das Gülle eher etwas mehr mit Tierdung und Gestank verbunden ist und flüssig gehalten wird, siehe Misbriebrühn (Bauernsprache). Mist ist einfach nur ein Haufen harten Dung, wo die Hühner und Hähne weiter draufdüngen können.

In der Landwirtschaft unterscheidet man zwischen Mist und Gülle. Als Mist bezeichnet man die gesamten Ausscheidungen von Tieren mit allen flüssigen und weniger flüssigen Bestandteilen (Kot und Harn). Ist unter dem Lagerplatz des Mistes eine „Güllegrube“, wird darin, wie der Name sagt Gülle aufgefangen. Es handelt sich also um flüssige Bestandteile, die sich von dem Mist trennen und durch den Eingang der Güllegrube passen. Strohbestandteile bleiben also größtenteils im Mist.

Mist ist das Feste aus den Ausscheidungen der Tiere, Gülle das Flüssige. Jauche ist eine stinkende Brühe, die nicht notwendigerweise aus Ausscheidungen bestehen muß. Man kann z. B. Brennesseljauche herstellen, indem man Brennesseln in Wasser verrotten lässt, bis es eine homogene stinkende Brühe ergibt. Hilft gut gegen Blattläuse. Auch wenn ein Teich im Sommer umkippt, kann Jauche entstehen.

Der Begriff Mörke ist umfassender (z.B. spricht man oft von geistiger Mörke) und soll deshalb in einem anderen Beitrag abgehandelt werden.

(Oscar-Benno Rülpsilanti über Jauche, Gülle und Mist)

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