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Sonst sind es ein paar Ochsenkarren am Tag und ein ältlich-weinerlicher Kleingärtner mit zwei Kläffern auf einem Fahrrad, die durch Dorschborn gondeln. Zurzeit aber reiben sich die Einwohner die Augen: hunderte Touristen irren durch die Gassen und belästigen friedfertige Wochenmarktbesucher. Warum ist der Ortsteil von Borschmannseck plötzlich so beliebt?

Ein Fehler bei Gurke Maps ist der Grund. Wie die DamS (Dorsch am Sonntag) berichtet, leiteten nicht mehr komplett aktuelle Weltkriegsmanöverkarten des furiosen Alten Besucher in das Dorf, die eigentlich ins berühmte Ekmannsdorf wollen.

„Wir haben Hunderte Touristen wegjagen müssen, die nicht einsehen wollten, dass sie sich im falschen Dorf befanden“, klagte der stark überforderte Mats Dillen, der erfahrungsgemäß in solchen Situationen auch nicht vor dem Einsatz seiner M109 Feldhaubitze zurückschreckt.

„Wenn wir in unserer Hütte hocken, kommen manchmal bis zu fünf Touristen rein. Jeden Tag. Sie sagen, sie wollen nach Ekmannsdorf“, sagt ein anderer verzweifelter Dorfbewohner. „Wenn das so weitergeht … die nächsten knallen wir einfach ab.“

Der stets emsige Stan-Friedrich März-April-April von Borschmannsecks Verkehrsbehörde will sich der Angelegenheit annehmen, wie er der DamS sagte: „Schon am Sonntag haben wir einen Dringlichkeitsfrühschoppen in Ekmanns Gasthof. Eventuell können wir das Thema noch in das PFWURZ (Partei für wirre und rücksichtslose Zielführung) Wahlkampfprogramm für 2021 aufnehmen.“

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