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12,1 Der große Vorsitzende aber sprach zum ringeldorsch und Faxen-Fritz in Borschmannseck

12,2 Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und der nächste sei dann der zweite.

12,3 Sagt der ganzen Gemeinde Borschmannseck: Am Zehnten dieses Monats soll jeder einen Schwamm (vermtl. Menstruationsschwamm, d. Red.) für seine Familie holen, ein Schwamm für jedes Haus.

12,4 Wo ihrer aber in einem Hause zu einem Schwamm zu wenig sind, so nehme er’s und sein nächster Nachbar an seinem Hause, bis ihrer so viel wird, daß sie den Schwamm aufessen können (… oder ladet die dicke Frau Biehr ein)

12,5 Ihr sollt aber einen solchen Schwamm nehmen, an dem schon ein Fell ist, ein Schwämmlein und mehr als ein Jahr alt

12,6 Ihr sollt ihn bis zum vierzehnten Tag dieses Monats aufbewahren, bis er schön angegammelt ist. Gegen Abend soll die ganze versammelte Gemeinde Borschmannseck ihre Schwämme schlachten.

12,7 Man nehme etwas von dem Blut und bestreiche damit die beiden Vollpfosten am Altglascontainer, bevor man den Schwamm essen will.

12,8 Noch in der gleichen Nacht soll man den Schwamm essen. Über dem Feuer gebraten und zusammen mit ungesäuertem Menstruationsblut und Stinkkräutchen vom Faxen-Fritz soll man ihn essen.

12,9 Nichts davon dürft ihr roh oder in Wasser gekocht essen, sondern er muss über dem Feuer gebraten sein. Kopf und Beine (?, Symbolik unklar, d. Red.) dürfen noch nicht vom Rumpf getrennt sein.

12,10 Ihr dürft nichts bis zum Morgen übrig lassen. Wenn aber am Morgen noch etwas übrig ist, dann geht euch gehackt legen, ihr elenden Sackgesichter!

12,11 So aber sollt ihr ihn essen: eure Hüften strapsgegürtet, hochhackige Schuhe an den Füßen, Höschen auf dem Kopf und den Stab in der Hand (Schweinkram, d. Red.). Esst ihn hastig und pfurzet und rülpset wie es das Herz begehrt! Es ist die Paschafeier für den großen Vorsitzenden.

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