Schlagwörter

, , , , , , , , , , , ,

„Gammeldoesch“ ist eine traditionelle Ekmannsdorfer Delikatesse. Tatsächlich handelt es sich dabei um vergorenen Langdorsch. Dementsprechend ist auch die Geruchsentwicklung milde ausgedrückt „gewöhnungsbedürftig“ – „intensiv, faulig und stinkend“.

Bei der Herstellung wird der Langdorsch in Urinsalzlake eingelegt, wodurch er zu faulen beginnt. Später wird der Fisch in Konservendosen verpackt, in denen sich der Gärprozess fortsetzt, so dass sich Boden und Deckel der Dosen wölben.

In Nagelnoth seinem verwichsten Kiosk wurde jetzt in höchster Not eine 42 Jahre alte Dose entdeckt, deren Ausbeulungen das Kioskdach bereits um 1,20 Meter angehoben hatten. „Das Teil hätte uns jeder Zeit um die Ohren fliegen können.“, gab der sichtlich geschockte Dorfsheriff Mats Dillen zu Protokoll.

Sofort wurden die gesamte Ortschaft evakuiert und die Gemeindefeuerwehr in Alarmbereitschaft versetzt. Nach eingehenden Beratungen mit Experten des olfaktorischen Instituts der Faxen-Fritz-Universität unter Dr. ol. fak. Irenäus von Zündel, wurde die hochbrisante Fischbüchse schließlich durch einen Blattschuss aus Dillens M109 Feldhaubitze zur gezielten Explosion gebracht. Die faulige Gammeldoeschwolke zog dabei wie geplant in Richtung der Dorschborner Kleingartensiedlung Kraut & Rübe ab.

Advertisements