Ja, das war so … Mein Termin war morgens zum Sprechstundenbeginn. Kennt man; den Termin muss man sich immer mit mindestens einem weiteren Patienten teilen. (Anm. d. Red: kommt ganz auf die Kasse an) Also kommt es darauf an, sich schnell an der Anmeldung zu zeigen.

Tatsächlich kam mit mir ein weiterer Herr. Leider war so früh die Anmeldung noch nicht besetzt. Mein Erscheinen wurde mit einem Nicken im Vorübergehen quittiert. (Damit liegt aber ja noch nicht meine Patientenkarte bereit. Und auf die kommt es, die Reihenfolge betreffend, ja eben an!).

Der andere Patient ging aber gleich ins Wartezimmer (Anm. d. Red: ganz alter Zahnarztpraxistrick) und da ich nicht nur die Haare richten wollte, sondern auch – *räusper* – musste, flitzte ich schnell zur Toilette, um rechtzeitig am Tresen zurück zu sein. Ich erzähle das, weil Folgendes eher dieser Eile geschuldet war, denn meiner Dummheit. Aber das ist eigentlich eh klar, nicht wahr? (Anm. d. Red: öhmm, nein?)

Also zack rin, Tür verriegelt. Um keine Zeit zu verlieren, zog ich nur schnell den Kamm hervor und ließ meine Handtasche am Handgelenk baumeln. Ich beugte mich über das Waschbecken zum Spiegel hin, um bei der Gelegenheit zu kontrollieren, ob die schmelzenden Schneeflocken auf meinen getuschten Wimpern zu diesem lächerlichen Pandaaugeneffekt geführt haben. (Anm. d. Red: ??? – hast Du doch immer)

Dabei ist mein Arm also über den Wasserhahn und die Handtasche unter diesen geraten, woraufhin dieser sich wie von Zauberhand öffnete und seinen dicken Wasserstrahl direkt in meine geöffnete Handtasche … WAAAAAAAH! (Anm. d. Red: und dann kam der Kurt Felix rein?) Zum Glück habe ich einen Handtaschenorganizer (Anm. d. Red: blööööök, allein schon) drin, in dem ich die mobile Elektronik in Seitentäschchen untergebracht hab.

Das war ja das Erste: Elektronik raus!! Oh mein Gott … Vollkommen überrumpelt, leicht panisch, greife ich zum Tuchspender, der zusätzlich mit einer dicken Düse (Anm. d. Red: bist Du sicher, dass der mit der dicken Düse der Tuchspender war?)

Oh mein Gott! Der Spender war knallevoll, ich bekam immer nur kleine Papierfitzelchen heraus und als ich dann endlich soweit war, mein Handtascheninneres trockenlegen zu können, geriet ich bei einer Bewegung mit meinem wild rudernden Arm unter diesen vermaledeiten Wasserhahn (wie blöd kann man sein???) (Anm. d. Red: das fragen WIR DICH) , woraufhin mein Ärmel bis zum Bizeps hinauf mit warmen Wasser getränkt wurde,. Noch mehr Tücher … noch mehr Zeit verging! Das Pinkeln hatte ich darüber völlig vergessen – das will was heißen.

Lange Rede, kurzer Sinn: der andere Patient kam vor mir dran. 😦

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