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Die amtliche Fischbestandsaufnahme hat ergeben, dass im Langen See nur noch ein Langdorsch und 43 Blobbfische leben. Dies ist ein sehr niederschmetterndes Resultat, da verschiedene Dorschborner Vereine wie zum Beispiel der Angelhochsee-Yachtclub Dorschborn e. V. mehrfach versucht hatten, die Langdorsche wieder anzusiedeln und per mühevoller Handarbeit zu vermehren.

Bei den amtlichen Fangaktionen wurden die vielen Blobbfische als unerwünschter Beifang mitgezählt. Sie sind ohne biologische Bedeutung, so die offizielle Verlautbarung. Trotzdem könnten sie von Wert für einen Neuanfang der Langdorschzucht im Langen See sein, da sich die Langdorschweibchen vor einer erfolgreichen Paarung mit ihren Artgenossen immer erst mit einer artfremden Fischgattung einlassen müssen. Ob die unansehnlichen Blobbfische hierfür geeignet sind, soll weiter erforscht werden.

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<– Nahaufnahme eines Blobbfisch

Das Fehlen der Langdorsche bereitet auch den Dorschborner Offiziellen große Sorgen. In den letzten Jahren haben sich rund um den Langen See mehrere Farbproduktions- und Autolack-Fabriken niedergelassen, deren Abluft- und Abwasserverhalten ungeklärt ist. Die Chefsekretärin des Dorschborner Gemeindevorstehers, die dicke Frau Biehr, bemerkte, dass im Gemeinderat überlegt wird, Dorschborn umzubenennen. Der Wirtschaftsaufschwung durch die Lackfabriken würde den Namen Lackaffenborn, Lackborn oder Schelllackborn nahe legen.