Archiv für die Kategorie ‘Gedichte’

strotz – ein dadaistischer email-dialog

25. Oktober 2009


— von gaaaanz unten anfang zu les —

(wird evtll. fortgesetzt)

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
einfallsloser pinsel >>augen gegen den himmel verdreh>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
na, dann weiss ich es doch auch nicht >>die schultern fragend hochzieh>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
nein, den nicht, der ist aus der hauptstadtumgebung >>die läuse aus dem pelz schüttel>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
ok, dann den teddy >>vor lachen ein fahren lass>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
einen polen? >>vor schreck einen fahren lass>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
da nehmen wir den polanski >>beim lachen verschluck>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
wie wäre es mit „Warten auf dem Klo-Do“ oder „Warte-Blog auf dem Klo“ ???? >> sich vor Begeisterung über diese genialen Vorschläge ins Lätzchen sabber>> – btw.: Brauchen wir einen Regisseur, wenn wir das verfilmen lassen wollen? Oder machen wir es selbst? >>sich vor Vorfreude in der Nase puhl>>

From: Oscar-Benno To: Stan-Friedrich
wem sagst du das >>rätselnd in ein lexikon schau>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
oh, titel sind immer das schwerste >>sich überlegend am sack kratz>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
ist gut >>auf einen zettel notier>>
wie willst du es nennen? >> fragend in die runde guck>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
uff, endlich >>erleichtert ausatme>> -mach mal ein bühnenstück draus – das kann mit warten auf godot immer mithalten

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
deckel drauf und zu >>vor gloria und siegestrunkenheit heut nacht dreißig helden zeug!!>>
VORHANG !!!

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
uääääh >>vor neid im boden versink>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
hehehe >>schmunzelnd sich das erste glas wein des abends einkipp>> – PS: wenn es bei dir zu kalt ist, musst du mal einheizen >>vor klugheit aus hemd und hose strotz>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
jaja >>die decke über den kopf zieh>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
hahahaha >>ein ei mit absicht und aus übermut in die tonne klopp>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
klar, not und elend hier >>die schultern hängen lass>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
musst du hungern? >>vor ratlosigkeit die schultern zuck>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
dorschkopp >>das kastenbrot aufess>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
nachmacher >>die augen verdreh und mit einem kastenbrot nach dir werf>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
auch ganz lieb in die augen guck >>dir dabei kräftig gegen das schienbein tret>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
ganz lieb in die augen guck >>dir zur versöhnung ein tuch zum abwischen des blutes reich>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
licht ausmach >>wütend die faust in deine richtung schüttel>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
dir einen in die schnauze hau und wieder aufzieh >>den kopf schüttel und mit dem gebiss klapper>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
wieder zuzieh >>mich wieder hinleg>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
wieder aufzieh >>sich kräftig in die hände spuck>>
Guten Abend meine Damen und Herren!

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
oh – vorhang >>mich artig vor dem publikum verneig>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
ja -oh wunder- ja >>vor aufregung fast in die hose kack>> – gleich kommt sportschau, da will ich meinen sieg feiern >>vor begeisterung den krimsekt über die schulter an die wand scmeiß und klirr!>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
hahhahhahhuarrarrahharauuea >>vor spaß auf die schenkel schlag>> – ps: was wird as hier? unser erstes bühnenstück?

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
grrrrrrrrrrrrrrrr du schlafmütze >>vor wut die gardinenstange von der decke reiß>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
>>gähn>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
schlammschlächtler >>verständnislos den Kopf schüttel>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
ok ok >>entschuldigend die arme zur seite hebend>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
na na na >>verständnisvoll nach konsens such und in die runde schau>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
kotzbrocken >>demonstrativ mit der hand am hals würg>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
langweiler >>mit den händen auf die schenkel klopf und hochhüpf>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
alte krämerseele, gähn >>hand vor den mund halt>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
das hatten wir schon >>mit der rechten flachen hand vor der stirn mehrfach einen kreis beschreib>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
eiterschädel >>mit den finger auf deinen kopp zeig>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
wampenschreck >>mit den finger auf deine wampe zeig>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
tortenmonster >>vor lachen den bauch halt>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
du schwachmat >>mit dem zeigefinger an die stirn klopp>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
du >>sahnetorte vom mund leck>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
ich auch >>schweiß von Gesicht, Händen und Füßen abwisch>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
und muss immer nur arbeiten >>schweiß abwisch>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
du nicht – du hast ja deine nachbarin, deine arche, den regen und keine Kurzarbeit >>vor Neid an die Decke geh>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
ich auch >>in den ärmel heul>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
ich bin immer ganz alleine >>auf den pc spuck>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
niemand versteht mich >>in die gummizellenwand beiß>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
niemand versteht mich >>an den ketten rüttel>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
niemand versteht mich >>an meiner zwangsjacke zerr>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
niemand versteht mich >>den kopf in die hand stütz>>

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
hahhhahhhahhahah >>an der tischkante festhalt>>

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
ach neeeee >>hände in die hüfte stütz>>
und ich geb ja wohl den Lafontaine, den größter Pieschermann der Republik, der ist noch viel ekliger als der merz. – aaaaaaaaaaaaaaah, kultur und wärme, alles was ich nicht hab.

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
hab doch schon bei dieser friedrich merz persiflage pate stehen müssen — sturmfrei? ja, seit monaten und noch wochen – ich sitze an meinem lagerfeuer und gucke arte

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
doch, der bist du. – wie sagte priol in „neues aus der anstalt“ gestern so schön: warum müssen diese typen eigentlich immer so scheiße aussehen wie sie heißen – was machst du eigentlich? du hast doch sturmfrei, oder? – ich auch gleich. da hau ich mich aufs ohr – huar huar huar.

From: Stan-Friedrich To: Osse, Subject: strotz
wer ist wer? ich will auf keinen fall der glitschige sein [der glitschige = nonnenmacher, anm. der red.]

From: Osse To: Stan-Friedrich, Subject: strotz
da schau her, das sind ja wir beide — es wird ein großes Bild mit Dirk Jens Nonnenmacher von der HSH Bank und einem der Finanzminister von Schlewig-Holstein (Rainer Wiegard) gezeigt, wie sie die Köpfe zusammenstecken und was aushecken.

Spruch des Tages 18.10.2009

18. Oktober 2009

Unser größter Ruhm ist nicht, niemals zu fallen,
sondern jedes mal wieder aufzustehen.

Ex-Kurgast ringelnitz wünscht all seinen Lesern und Verstehern einen guten Start in den neuen Tag!

Spruch des Tages 17.10.2009

15. Oktober 2009

Beginne jeden Morgen mit einem frohen Wort,
es leuchtet wie ein Sternlein, hell durch die Stunden fort.
Es dringt in die Herzen und macht die Sorgen klein.
Ein frohes Wort am Morgen ist goldner Sonnenschein.

Kurgast ringelnitz wünscht all seinen Lesern und Verehrern einen guten Start in den neuen Tag!

Spruch des Tages 16.10.2009

15. Oktober 2009

Die Liebe bricht herein wie Wetterblitzen,
die Freundschaft kommt wie dämmernd Mondenlicht.
Die Liebe will erwerben und besitzen,
die Freundschaft opfert, doch sie fordert nicht.


Kurgast ringelnitz wünscht all seinen Lesern und Verehrern einen guten Start in den neuen Tag!

Spruch des Tages 15.10.2009

14. Oktober 2009

Das Glück ist wie eine Traube in der Hand. Wenn man das Glück aus der Hand gleiten lässt, schwindet es. Daher halte die Traube fest in der Hand und lass sie nicht los, drücke sie so lange bis die Säfte beginnen zu fliessen und das Glück auf Erden wird dich nie wieder verlassen.

Kurgast ringelnitz wünscht all seinen Lesern und Mitleidenden einen guten Start in den neuen Tag!

Badende Schlangen

12. Oktober 2009

Dort, wo die heiligen Schlangen baden,
soll niemals nicht dein Herz verzagen.

Dort, wo Dickschied neben Stefanshausen liegt,
und sich der lange Rhein ganz kräftig verbiegt.

Dort, wo stolze Äskulapnattern sich ringeln,
wird der Mammon nie in deinem Beutel klingeln.

Dort, wo der lauwarme Bach mäandert,
die heisse Therme aus dem Berge wandert.

Ein stolze Volk sind die Rheingauhessen
und ich werd ihren Taunus nie vergessen.

Ach, kehrten sie später zurück, die allerschönsten Zeiten,
tät ich auf meinem Apfelschimmel wieder nach Hessen reiten.

(ringelnatter)

Endlich ist es raus: März-April-April dichtet heimlich in Mundart!

10. Oktober 2009

Wie erst jetzt bekannt wurde, dichtet Stan-Friedrich März-April-April heimlich in hessischer Mundart. Und das nachts unter der Bettdecke. Und was da für „Dinger“ rauskommen, zum Totlachen. Es ist uns gelungen, eines seiner Machwerke zu ergattern. Hier ist es:

De Laddezaun

Ich hun en wunnerscheene Gadde,
eiñgezäunt met lauder Ladde.
Die Ladde her’n uff korz iwwerm Bodde(m),
damit se net faule un verodde.

Weil ich Brombeern ze bligge hadde,
war ich kerzlich in mei’m Gadde.
Un wie ich so dorsch die Ladde gugge
kaam aaner gelaafe, als wär er meschugge.

Er kimmt immer näher, ich denk mer „nanu“,
der kimmt jo straks uff mein’ Laddezaun zu.
Jetzt stieht er am Zaun, guggt nunner, guggt nuff,
ich mucksmeisjesstill, spiggelier un bass uff.

Das ich do nit blind wern, des is e klaa Wunner,
der Kerl lässt jo glatt sei Hose erunner,
duut langsam, bedäschdisch nieder sich bigge
um stöhnend e Worscht aus em Kreiz sich ze drigge.

Doch eh de Seesche kam vun obe
hun ragg ich mei Schibb unnerm Zaun dorschgeschobe.
Ich hun mer ganz hefdischh des Lache verbisse,
wie de Worschdaddled stracks uff mei Schibb geschisse.

Als dann de Schibbestiel sich gebooche,
hun dusswit mei Schibbsche ich fortgezooche.
Es kam dann aach, wie ich mer’s gedenkt,
De Schisser wollt gugge, was er do versenkt.

Er werft sich erum, duut die Aache uffreisse
un guggt ganz entgeistert: -Ei, wo is dann mei Scheisse?-
Erscht guggt er ins Gras, spiggeliert uff sei Schuh,
gibt Gedangge: -Des ging nit ganz knuschber zu!-

Die Knie wern em waasch,
badschd an Kopp sich un Arsch,
zuledschd aach noch die Finger beschmiert,
dem Bloßarsch is klar, `s is e Wunner bassiert.

Do duut der Schoode staune un studdze,
vergisst vor Schreck sich de Arsch abzebuddze.
er schafft sich die Hos’ hoch un dann nix wie fort,
was for`n miraagelische Ort!

An dem Daach konnt ich kaa Brombeer mehr bligge,
dat lachend haufeweis Tränscher verdrigge,
hun ganz un gar schibbelich mich gelacht,
weil mit meiner Schibb ich en Wunner vollbracht.

„Oh, sei bedankt, Du ruchloser Kacker,
die Schibb hot grad noch gefehlt uff mei’m Acker.“

Hast Du einmal nachgedacht?

29. September 2009

Hast Du einmal nachgedacht,
was die Menschen glücklich macht?
Es ist Reichtum nicht und Geld,
es ist jene kleine Welt,
die sich jeder selber macht.

Dorothea Otto

Lobgedicht für Mats Dillen

23. September 2009

Schutzmann Dillen wurde plötzlich krank
Und setzte sich auf eine Bank.
Dort sass bereits ein Stachelschwein.
Mats Dillen setzte sich hinein.
Da schrie er: „Au!“ und schrie er: „Oh!“
Und kratzte sich an dem Po–lizeihelm.

(Verfasser: Herr Teddy)

Igitt

21. September 2009

Wenn einer aus dem Fenster speit,
dass nichts mehr in ihm bleibt,
und er wird blind,
dann herrschte starker Gegenwind.