Archiv für die Kategorie ‘Frischer Wind in der Politik’
23. Oktober 2009
Bei einer Spritztour mit einem Wasserflugzeug hat Wahlkampfmanager Stan-Friedrich März-April-April seinen Dorschborner Wahlkampfkumpel Oscar-Benno Rülpsilanti überraschend ans Steuer gelassen.
Rülpsilanti schwärmte nach dem Männerausflug über das „außergewöhnliche Gefühl der Macht“ im Cockpit, wie die Nachrichtenagentur „Neues aus Dorschborn“ berichtete.
Der Fernsehsender „Dorsch TV“ zeigte Bilder, auf denen März-April-April und Rülpsilanti an Bord der Tupolev CW-200 kletterten. Mit funkelnden Augen und einem breiten Lächeln setzte sich der 57-jährige Grandsigneur der Politkunst hinter den Steuerknüppel und flog los. Nach einem ersten Startversuch übernahm aber der gelernte Kampfflieger März-April-April wieder das Steuer und flog eine ausgedehnte Runde über den Langen See.
Schlagworte:Gefühl der Macht, Grandsigneur der Politkunst, Kampfflieger, Männerausflug, Männertour, Wasserflugzeug
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23. Oktober 2009
Ekmannsdorf will nach einem Zeitungsbericht zwei Dorschborner Kriegsschiffe bestellen und dafür möglichst nichts zahlen.
Unter Berufung auf höchste Gemeinderatskreise berichtet das „Dorschborner Tageblatt“, Ekmannsdorf hoffe auf eine komplette Finanzierung der beiden modernen Korvetten durch den Dorschborner Haushalt. Es handele sich um einen dreistelligen Millionenbetrag. Der Auftrag für die Schiffe, die für Radaranlagen schwer erkennbar sein sollen, würde an die Dorschborner Werft Ohm + Bloss gehen, hieß es. Ekmannsdorf wolle aber nur die Schiffe in Dorschborn bestellen, die Waffensysteme sollen aus den USA kommen. Gedacht sei an die Installation eines Raketenabwehrsystems auf See.
„Wir benötigen die Korvetten unbedingt für die Überwachung des unteren Fischrogenbachs und dessen Einmünding in den Langen See, um das Eindringen der Feinde zu verhindern“, sagte ein führender Ekmannsdorfer Militärsprecher dem Tageblatt.
Die ekmannsdorfische Marine ist bereits mehrfach mit Dorschborner Hilfe aufgerüstet worden. Zwischen 1999 und 2000 wurden drei U-Boote geliefert. Sie wurden von den Howaldtswerken Dorschborner Werft (HDW) in Dorschborn gebaut. Zwei weitere U-Boote mit Brennstoffzellenantrieb sind derzeit in Dorschborn im Bau. Sie werden voraussichtlich 2012 ausgeliefert und jeweils mindestens 500 Millionen Euro kosten. In diesem Fall soll Dorschborn ein Drittel der Kosten tragen.
Schlagworte:für lau, Korvetten, kostenlos, kostnix, Kriegsschiffe, umsonst
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2. Oktober 2009
Das neue Ekmannsdorfer Referendum zum EU-Vertrag von Lissabon ist nur schleppend angelaufen. Bisher gingen nur wenige der dreiundvierzig Wahlberechtigten zur Urne.
Das Nein der Ekmannsdorfer im August 2008 hatte die EU in eine tiefe Krise gestürzt. Nach Zugeständnissen aus Brüssel und Unterstützungen im Zuge der Finanzkrise mit mehreren Milliarden Euro zur Erneuerung des Dorfkernes, des Reitwegenetzes und der Nacktbadestelle zeichnet sich beim zweiten Anlauf jedoch eine Mehrheit für den Vertrag ab.
Der EU-Vertrag soll die Union handlungsfähiger und demokratischer machen und außerdem die gewählten Vertreter noch wohlhabender. Er muss auch noch in Negenharrie, Fiefharrie und Schwitzland ratifiziert werden.
Schlagworte:Dorfkern, EU-Vertrag, Milliarden, Nacktbadestelle, Ratifizierung, Referendum, Reitwegenetz, Unterstützung
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27. September 2009
Durch einen unglaublichen Schreibfehler und eine Kommunikationspanne im Kieler Wahlamt ist das von Peter-Harry Carstensen vorab festgelegte Landtagswahlergebnis für Schleswig-Holstein schon jetzt, vor der Schließung der Wahllokale, bekannt gegeben worden. Wahlleiter Dr. Hänschen Lumperland verkündete eine absolute Mehrheit für den Einzelbewerber Stan-Friedrich März-April-April aus Ekmannsdorf. Damit hat der „Faxen-Fritz“ die Wahl gewonnen und wird neuer Ministerpräsident von Schleswig-Holstein kommen. Dagegen ist kein Einspruch möglich.
Wie konnte es zu dieser ungeheuerlichen Wahlpanne kommen? Sofort eingeleitete Nachforschungen haben ergeben:
1.) Peter-Harry Carstensen hat am 23. September nach dem Rededuell mit Ralf Stegner das endgültige Wahlergebnis festgelegt:
| Platz 1 |
CDU / Peter Harry Carstensen |
55,5 % |
| Platz 2 |
FDP / Wolfgang Kubicki |
18,0% |
| Platz 3 |
SPD / Ralf Stegner |
5,001% |
| …. |
…. |
…. |
| Platz 27 (Letzter) |
Einzelbewerber / Stan-Friedrich März-April-April („Faxen-Fritz“) |
0,005% |
2.) Dieses Ergebnis wurde am 25. September per Brief durch den Eilboten Nasenpuhl dem Wahlamt zugestellt.
3.) Am 26. September wurde die Liste von der Sachbearbeiterin Erna Hintendick abgeschrieben und vom Erdgeschoss des Wahlamtes zum Wahlleiter Dr. Lumperland hochgefaxt. Der schrieb wiederum die Liste vom Fax auf ein DIN-A4-Blatt, wobei er aber gleichzeitig mit dem noch amtierenden Ministerpräsidenten telefonierte, der ihn ermahnte, „auch alles richtig zu machen, sonst wäre er seinen Job los“. Dabei muss das verhängnisvolle Missgeschick passiert sein, der Wahlleiter ist in der Zeile verrutscht. So tauchte der letzte Name der Liste auf einmal ganz oben auf Platz 1 auf und Peter Harry Carstensen war auf Platz 2 abgerutscht. Dr. Lumperland war schon in der Schule bekannt dafür, dass er Listen unheimlich gerne und schnell SPALTENWEISE abschrieb und laut und vorschnell seine Ergebnisse verkündete.
Trotz dieses eklatanten Fehlers ist das bereits verkündete Wahlergebnis nicht mehr anfechtbar und muss vollzogen werden: Der „Faxen-Fritz“ wird also morgen als Triumphator in den Landtag einziehen.
Vorab gab der stolze Sieger schon einige Ministerposten in seinem neuen Kabinett bekannt: „Kanzleramtsminister wird Oscar-Benno Rülpsilanti, für Kultur, Frauen und Leibesertüchtigungen steht Maria de la Liegéwiesé zur Verfügung und Finanz- und Tierschutz-Minister wird Bodo Ballermann nebst seinem Hund Friedemann Amandus. Die Steuern werden maßvoll um 85 Prozent erhöht und die Verschuldung des Landes wird vorangetrieben. Alle Windräder werden wir in Zukunft mit Atomenergie aus Krümmel betreiben. Ob ich morgen einen Lorbeerkranz auf dem Kopf tragen werde, kann ich noch nicht sagen, da meine Vorfahren aber Kratz-Ubier, also römischen Ursprungs waren, wäre das mehr als angemessen. Aber jetzt wird erst einmal in Ekmanns Gasthof bis in den Morgen hineingefeiert.“
Schlagworte:Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Landtagswahl, Listenabschreiber, Spaltenverrutscher, unglaublicher Fehler
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24. September 2009
Die Führung der PFWURZ-Partei hat die Suspendierung des Wahhlkampfmanagers Stan-Friedrich März-April-April („Faxen-Fritz“) nach der „Oktoberfest-Affäre“ aufgehoben. Das bestätigte Parteichef Oscar-Benno Rülpsilanti nach einem Gespräch mit dem nach eigenen Angaben 39-Jährigen, der damit beim Wahlkampfauftritt am Samstag in Frankfurt wieder zum Kader gehört. Nominiert wurde er für den Posten des Papierkorbausleerers.
Schlagworte:Suspendierung, Wahlkampfauftritt, aufgehoben, Nominierung, Papierkorbausleerer
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22. September 2009
Die bei den letzten Meinungsumfragen auf den letzten Platz abgestürzte PFWURZ-Partei hat eine angebliche Galgenfrist für ihren Wahlkampfmanager Stan-Friedrich März-April-April energisch dementiert. „Es gibt kein Ultimatum“, heißt es in einer Stellungnahme.
In Borschmannseck wurde bereits über Udo Lindenberg, Bodo Ballermann oder Herbert Knebel als mögliche Nachfolger spekuliert. Herbert Knebel hat allerdings schon abgesagt, da er gerade frisch ein Engagement als Fußballtrainer beim Krückenverein des Seniorenstifts St. Jürgen angenommen hat.
PFWURZ-Parteichef Oscar-Benno Rülpsilanti wurde mit den Worten zitiert: „Das ist ja alles so furchtbar hier!“
Schlagworte:Bodo Ballermann, furchtbar, Galgenfrist, Herbert Knebel, Krückenverein, Meinungsumfrage, Nachfolger, Seniorenstift, St. Jürgen, Udo Lindenberg, Ultimatum
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22. September 2009
Stan-Friedrich März-April-April hat sich bei seiner letzten Wahlkampfrede eine Blockade im unteren Brustwirbelbereich zugezogen. Der Einsatz des Wahlkampfmanagers der PFWURZ-Partei am Samstag in Frankfurt ist ungewiss. Der ehemalige Ekmannsdorfer Pressesprecher war schon wegen eines Ausflugs auf das Münchner Oktoberfest aus dem Kader der PFWURZ-Partei für den Wahlkampfauftritt in Lübeck gestrichen worden (wir berichteten).
Schlagworte:Ausflug, Brustwirbelblockade, Frankfurt, Lübeck, Münchner Oktoberfest, Wahlkampfauftritt
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21. September 2009
Der Wahlkampfmanager Stan-Friedrich März-April-April („Faxen-Fritz“) ist von der PFWURZ-Partei (Partei der Frischen WURZelseppen) nach einem Besuch des Münchner Oktoberfestes suspendiert worden. Er wurde aus dem Kader für das Wahlkampfspektakel am Mittwoch in Negenharrie gestrichen. März-April-April war nach der vernichtenden Kritik bei der Wochenendvorstellung in Köln plötzlich auf der „Wies’n“ aufgetaucht und wurde mit mehrern Zensies gesehen, die volle Maßkrüge durch die Gegend schleppten.
Das habe im Rahmen einer „Charity-Veranstaltung“ stattgefunden, sei aber nicht mit der Partei abgesprochen gewesen, erklärte der „Faxen-Fritz“. Ob er noch für weitere Vorstellungen gesperrt sein wird, ist unklar. Parteichef Oscar-Benno Rülpsilanti kündigte Gespräche für Donnerstag an.
Schlagworte:Gespräche, Maßkrüge, Oktoberfest, Suspendierung, Zensies
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19. September 2009
Meine fristlose Entlassung als Hilfschefwahlkampfmanager der PFWURZ-Partei wird von den Parteiverantwortlichen mit dem Vorwurf begründet, ich hätte nach unserer Wahlkampfauftaktniederlage in Braunschweig am 8. August diesen Jahres einen Parteigenossen geschlagen. Dieser Vorfall sei „eindeutig” und werde durch Aussagen von Betroffenen gestützt.
Ich möchte an dieser Stelle unmissverständlich darstellen, dass ich zu keinem Zeitpunkt weder einen Genossen der PFWURZ-Partei geschlagen noch eine Tätlichkeit begangen habe. Da dieser Vorwurf jedoch bundesweit für Aufsehen und Schlagzeilen sorgt, sehe ich mich in meinem Ansehen beschädigt und öffentlich an den Pranger gestellt. Ich habe niemand geschlagen und werde deshalb nun alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, mich gegen diese falsche Verdächtigungen und diese üble Nachrede wehren. Bis bin zu strafrechtlichen Konsequenzen.
Aus meiner Sicht handelt es sich um den Versuch, sich mit Hilfe einer gezielten Rufmordkampagne eines Hilfschefwahlkampfmanagers und womöglich fälliger Abfindungszahlungen zu drücken. Zweifelsohne ein in der Geschichte der deutschen Politik bislang wohl einmaliger Vorgang, denn bisher hat es doch immer geklappt mit den Abfindungszahlungen, weil der Steuerzahler sich ja nicht wehren kann. Ich bin vom Vorgehen des Präsidiums der PFWURZ-Partei total tief enttäuscht und kann nur hoffen, dass solch ein menschlicher Umgang in der Politik nicht Schule macht, sondern ein Einzelfall bleibt.
Allen Fans und den Anhänger der PFWURZ wünsche ich weiterhin möglichst großen Erfolg. Ich habe mich bei euch sehr wohl gefühlt, hatte noch einiges vor und bedauere es wirklich zutiefst, dass es jetzt so gekommen ist.
Seid gegrüßt, euer
Bodo Ballermann (zur Zeit gefeuerter Hilfschefwahlkampfmanager der PFWURZ-Partei)
Schlagworte:Hilfschefwahlkampfmanager, Parteigenossen geschlagen, PFWURZ, Präsidium, Rufmordkampagne, Tätlichkeit
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8. September 2009
1.) Ringelnitz liest folgenden Text (das ORIGINAL):
Kritik an Bohlens Englischkenntnis
Sänger Howard Carpendale bemängelt die Englischkenntnisse von Dieter Bohlen. Der Kollege „schreibt englische Texte, die unvorstellbar sind, die sind grammatikalisch falsch, alles daran ist falsch“, sagte der gebürtige Südafrikaner der Münchner „Abendzeitung“. Carpendale sagte, er wünsche sich, dass Radio-DJs diesbezüglich ein bisschen kritischer wären.
Zu seinen eigenen Lieder sagte Carpendale, er sehe ein, wenn jemand sage, dass „Hello again“ nicht ins Programm passe. Ein Lied wie sein neues „Noch immer mittendrin’ passe aber überall.
2.) QULITÄTSKONTROLLE: Ringelnitz prüft den Text auf Verwendbarkeit (Yes/No-Entscheidung).
3.) Bei positiver Entscheidung („yes“) transformiert ringelnitz den Text auf Borschmannsecksche Verhältnisse und so entsteht die FÄLSCHUNG, die da in diesem Fall lautet:
Oscar-Benno Rülpsilanti übt Kritik an Faxen-Fritzs Englischkenntnisse
Kanzlermacherkandiat Oscar-Benno Rülpsilanti bemängelt die Englischkenntnisse von Stan-Friedrich März-April-April. dem Dieter Bohlen des gegenwärtig tobenden Wahlkampfs. Der Kollege „schreibt englische Texte, die unvorstellbar sind, die sind grammatikalisch falsch, alles daran ist falsch“, sagte der gebürtige Urdorschborner der Borschmannsecker „Abendzeitung“. Rülpsilanti sagte, er wünsche sich, dass Wahlkampfhelfer und Wahlkampfhelfeshelfer diesbezüglich ein bisschen kritischer wären.
Zu seinen eigenen Auftritten sagte Rülpsilanti, er sehe ein, wenn jemand sage, dass „Hello again Osse“ nicht unbedingt ins Wahlprogramm passe. Eine Parole wie sein neues „Noch immer mittendurch’ passe aber überall und er würde deswegen auch viel Applaus und Zustimmung aus der eleganten Damenwelt bekommen.
4.) So! Nun finde mal die Unterschiede raus oder bist du etwa durch Hartz-IV-Fernsehen schon so geschädigt, dass du beide Texte nicht mehr voneiander unterscheiden kannst.
This message was brought to you by ringelnitz, one of the smartest blogs of the world.
Schlagworte:Fälschung, Original, Qualitätskontrolle, ringelnitz in eigener Sache, Texttransformation, The Making Of, Yes/No-Entscheidung
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