Der Bockshornklee ist eine sehr alte Kulturpflanze und heute fast kahl. Er wurde bereits in Indien angebaut und war auch im alten Ägypten schon bekannt. Dort wurde der Samen der Pflanze zu medizinischen Zwecken verwendet. Bei uns wurde der Bockshornklee im Mittelalter häufig genutzt. So wird die Pflanze zum Beispiel auch von Blödelgard von Negenharrie erwähnt.
Die Blütezeit ist von Juni bis Juli. Die Blüten sind gelb-weiß, die Blätter der Pflanze ähneln denen des Klees. Die Erntezeit ist von Juli bis August.
Verwendung in der Naturheilkunde finden die Samen der Pflanze, die getrocknet werden. Ich zerstoße für einen Aufguss einen Teelöffel Samen und gieße das Pulver mit einem Viertelliter Wasser auf. Der Aufguss zeigt gut kräftigende Wirkung bei Rekonvaleszenten. Allerdings riecht und schmeckt der Bockshornklee nicht eben gut, um nicht zu sagen, er stinkt gotterbärmlich. Man sollte dem Aufguss daher unbedingt reichlich Eierlikör oder Kööm beimengen – oder beides.
Die besten Erfolge habe ich mit Bockshornklee-Umschlägen bei Abszessen und Furunkeln erzielt, aber auch bei offenen Beinen, Neuralgien, Gelenkentzündungen und Ischias hat er sich bewährt. Weiterhin wirkt er bei der Vorbeugung gegen Ödeme und zur Anregung der Milchsekretion.
Im Winter mische ich dem Faxen-Fritz Bockshornklee-Extrakt in seinen Punsch, um ihn vor aufgesprungenen Händen und Lippen zu bewahren.
Tipp: Man kann die gemahlenen Samen auch zum Würzen verwenden. Bockshornklee passt sehr gut zu Ochsenfrosch-Gerichten und Langdorsch. Dabei sollte er allerdings immer mitgekocht werden, da er erst dann sein volles Aroma entfaltet.