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Wie dorsch-tv soeben erfuhr, haben die beiden Dorschborner Ehrenbürger Hairy Wutzke und Frau Biehr ihre Portoschatulle geöffnet und wollen ein eigenes, sehr ehrgeizig definiertes Mondlandeprogramm finanzieren.

“Wir haben von den Verschwörungstheorien und den Zweifeln an den früheren Mondlandungsprogrammen der Amerikaner einfach die Nase voll. Wir wollen es jetzt einfach wissen und haben deshalb die Portokasse geöffnet”, sagte der sehr energisch wirkende Hairy Wutzke vor laufenden Kameras von dorsch-tv.

“Wir stellen uns das so vor: Chinesische Techniker, die in engem Kontakt mit unserem lokal am Ort weilenden China-Restaurantbesitzer Wau-Zi stehen, bauen den Rohling der Mondrakete, die Treibstufen mit drei Rolls-Royce-Motoren mit gigantischer Schubkraft werden durch unseren einmaligen Fachbetrieb Grundeis eingebaut und dann lassen wir (ohne Berücksichtigung der Umwelt) die Rakete durch den hier in Dorschborn neu angesiedelten Lackierbetrieb Stinkmann auffällig bemalen und schicken dann das Konstrukt mit den Mondfahrern oben in der Kapsel vom Vorplatz des Feuerwehrgerätehauses unter dem jubelnden Getose von König Peter-Harry und seinem Fußvolk ins Weltall. Für die Absperrungen werden die Feuerwehr und der Dorfpolizist Mats Dillen sorgen. Bodo Ballermann mit seinem Hund Friedemann Amandus kümmert sich um die Sicherheit und hält aufdringliche Schaulustige fern. Anschließend Freibier für die Offiziellen und Volksfest für Peter-Harry. Wir suchen noch einen werbewirksamen Namen für die Rakete”, ergänzte die wohlbeleibte Frau Biehr geflissentlich.

Als erster Kandidat für das Raumschiff meldete sich spontan unser allseits unbeliebter Kanzlermacherkandidat Oscar-Benno Rülpsilanti mit den scherzhaften Worten “Isch kandidiere!” an. Sein Wahlkampfhelfer Faxen-Fritz hat sich noch nicht bereit erklärt, mit zu fliegen, da er angeblich zu Hause “unheimlich viel zu tun habe”.

“Wir wollen endlich Nägeln mit Köpfen machen und die Verschwörungstheoretiker widerlegen, die behaupten, dass die damalige Mondlandung der Amerikaner ein Riesenschwindel in einem Container gewesen sei und außerdem sagen, dass die 700 Kisten Filmmaterial, also die Originalaufnahmen der ersten Mondlandung im NASA-Archiv, nicht mehr auffindbar seien”, setzte Hairy Wutzke zum Abschluss der spontan einberufenen Pressekonferenz hinzu.

(tsg)