Die Schrippen-Omi hat den Biss in Mats Dillens Arm (siehe http://ringelnitz.wordpress.com/2009/08/28/schrippen-omi-18-biss-mats-dillen/) leider nicht überlebt. Sie starb im 139. Lebensjahr an Alkoholvergiftung, die sie sich durch den Biss zugezogen hatte.
Heute wurde sie in einem emotionalen Trauergottesdienst würdig beigesetzt.
Ganz Borschmannseck nimmt Abschied von der „Löwin der Dorschborner Seniorenberatung“ !
Borschmannseck hat in tiefer Trauer Abschied von der „Schrippen-Omi“ Virginia Emilia Busenband genommen: Mit der Beerdigung der langjährigen Seniorenberaterin auf dem Nationalfriedhof im Dorschborner Ortsteil Erlington gingen am Samstagabend drei Tage bewegender Gedenkfeiern zu Ende.
Sie wurde an der Seite der Gräber ihrer ermordeten Brüder Johannes Fritz Busenband und Bobby Busenband bestattet. Sogar US-Präsident Barack Obama würdigte die Verstorbenene als „Seele der demokratischen Sache“ und „Löwin der Dorschborner Seniorenberatung“ in einem Schreiben an die Dorschborner Gemeindearbeitervertretung.
Zu den 1500 dicht gedrängten Teilnehmern der Feier in der katholischen Basilika „Our Lady of Perpetual Help“ gehörten die ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter, Bill Clinton – in Begleitung seiner Frau, US-Außenministerin Hillary Clinton – und George W. Bush. Unter der Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur befanden sich auch Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger und Hollywoodstar Jack Nicholson. Kinder, Enkel und Neffen der Schrippen-Omi gestalteten – zum Teil mit Tränen erstickter Stimme – den Gottesdienst zu Ehren der Seniorenberaterin mit. Ihre Enkel Teddy Kentuckyfried und Tullamore Dew schilderten sichtlich aufgewühlt und um Fassung ringend ihre Omi als fürsorglich, liebevoll und immer ermutigend. An der Trauerfeier nahmen ebenfalls alle Borschmannseckschen Größen und Granden wie Hairy Wutzke, die dicke Frau Biehr nebst ihrer hübschen Tochter, Bodo Ballermann, Oscar-Benno Rülpsilanti nebst Frau Pillen-Ulla (sie fuhr mit dem Dienstwagen vor), Stan-Friedrich März-April-April, Maria Liegewiese und weitere teil. Nur König Peter-Harry von Schleswig-Holstein konnte nicht kommen, da er eine wichtige Anti-Stegner-Rede auszuarbeiten hatte und anschließend am Fiefharrier Volksfest, dem sogenannten Dorschvergnügen, teilnehmen wollte
Opernstar Placido Domingo sang, von dem berühmten Cellisten Yo-Yo Ma begleitet, „Panik Angelika“, komponiert von César Franck. Die Opernsängerin Susan Franck bot das „Schlaffe Maria“ von Franz Schubert dar.
Die Schrippen-Omi sei eine Frau mit Überzeugungen und Humor gewesen, die auch die politischen Gegner respektiert hätten, betonte der Trauerredner Stan-Friedrich März-April-April. Bei mehr als tausend Gesetzesänderungen habe die Seniorenberaterin mitgewirkt. Virginia Emilia Busenband sei „vom Baby der Familie zu ihrer Patriarchin geworden“. Sie sei nie die Repräsentantin der Reichen und Mächtigen gewesen, „sie gab denen eine Stimme, die nicht gehört wurden“.
Schon am Freitag hatten Verwandte, Freunde und Politiker bei einer Gedenkveranstaltung die Seniorenberaterin als eine der Heroinen der borschmannseckschen Gesellschaft gewürdigt. Vizetrauerredner Oscar-Benno Rülpsilanti nannte sie in der Faxen-Fritz-Gedenkstätte in Dorschborn ein Vorbild an Uneigennützigkeit und Lebensmut. Er glaube nicht, dass mit dem Tod der Seniorenberaterin die „Ära Schrippen-Omi“ vorbei sei. Nach wie vor bildeten die Kinder der Generation von Johannes Fritz Busenband und Bobby Busenband „eine unglaubliche Familie, talentierter und engagierter als jede andere Familie, die ich gesehen habe“.
Mehrere Seniorenberaterinnen gedachten bei der über dreistündigen Veranstaltung der Verstorbenen. „Wir waren meistens unterschiedlicher Meinung. Aber ich habe sie bewundert für ihre Überzeugungen, ihre Geduld bei der harten, manchmal langweiligen Arbeit der Gesetzgebung“, sagte der anders orientierte Seniorenberater Josef Kuchen, der Seniorenberater-Präsidentschaftskandidat von 2008, einer ihrer schärfsten Widersacher. Kaum eine andere Seniorenberaterin habe den Lauf der Geschichte von Dorschborn und ganz Borschmannseck mehr verändert, meinte der Ekmannsdorfer Seniorenberater Jupp Görtsmann.
Auf der Veranstaltung mit dem Titel „Ein Fest für das Leben“ zeichneten Verwandte und Spitzenpolitiker mit zahlreichen Anekdoten ein oft heiteres Bild der „liberalen Löwin aus Dorschborn“. Chöre und Sänger komplettierten die Gedenkfeier. Schon seit Donnerstag hatten mehr als 500.000 Menschen der Seniorenberaterin an ihrem aufgebahrten Sarg in der Faxen-Fritz-Bibliothek die letzte Ehre erwiesen.
Nach dem Tod ihrer beiden in den 60er Jahren ermordeten Brüder galt die Schrippen-Omi als Oberhaupt ihres Familien-Clans. Sie saß 87 Jahre ununterbrochen im Dorschborner Seniorenbeirat und wurde zu einem der politischen Schwergewichte Borschmannsecks. Nur zwei Seniorenberaterinnen in der Geschichte von Dorschborn waren länger im Amt als Virginia Emilia Busenband. Sie galt in Dorschborn politisch als entschiedene Liberale – auf Ekmannsdorfer Verhältnisse übertragen wohl linksliberal und sozialdemokratisch. Sie vertrat vor allem Interessen der Arbeitnehmer, der Unterprivilegierten und Armen. Ihre Ambitionen, Präsidentin der mächtigen und einflußreichen Vereinigung aller Seniorenberaterinnen von Europa zu werden, zerschlugen sich, als sie 1999 als Fahrerin einen Autounfall verursachte, bei dem ihr Sekretär Jo Kopeke in einem Fluss ertrank, und sie sich erst Stunden später bei der Polizei meldete. Die Gerüchte um Sekretär- und Alkoholmißbrauch wollten damals nicht verstummen und kosteten der Schrippen-Omi die Karriere.