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Jauche ist ähnlich wie Gülle, nur das Gülle eher etwas mehr mit Tierdung und Gestank verbunden ist und flüssig gehalten wird, siehe Misbriebrühn (Bauernsprache). Mist ist einfach nur ein Haufen harten Dung, wo die Hühner und Hähne weiter draufdüngen können.
In der Landwirtschaft unterscheidet man zwischen Mist und Gülle. Als Mist bezeichnet man die gesamten Ausscheidungen von Tieren mit allen flüssigen und weniger flüssigen Bestandteilen (Kot und Harn). Ist unter dem Lagerplatz des Mistes eine “Güllegrube”, wird darin, wie der Name sagt Gülle aufgefangen. Es handelt sich also um flüssige Bestandteile, die sich von dem Mist trennen und durch den Eingang der Güllegrube passen. Strohbestandteile bleiben also größtenteils im Mist.
Mist ist das Feste aus den Ausscheidungen der Tiere, Gülle das Flüssige. Jauche ist eine stinkende Brühe, die nicht notwendigerweise aus Ausscheidungen bestehen muß. Man kann z. B. Brennesseljauche herstellen, indem man Brennesseln in Wasser verrotten lässt, bis es eine homogene stinkende Brühe ergibt. Hilft gut gegen Blattläuse. Auch wenn ein Teich im Sommer umkippt, kann Jauche entstehen.
Der Begriff Mörke ist umfassender (z.B. spricht man oft von geistiger Mörke) und soll deshalb in einem anderen Beitrag abgehandelt werden.
(Oscar-Benno Rülpsilanti über Jauche, Gülle und Mist)
Da bin ich auch eine Fast-Fachmännin, hoooaaaach. Also:
Jauche ist die Flüssigkeit, die sich unter einem Misthaufen in einem Behälter sammelt. Es ist auch bei einer großen Menge Mist nicht sehr viel.
Mist ist das “Zeug”, das man beim Ausmisten aus den Ställen von Tieren entfernt, die auf Stroh stehen (es kann auch schlechtes Heu o.ä. als Einstreu sein). Der Mist wurde früher meist auf dem Hof auf dem Misthaufen gesammelt, bis er nach der Ernte auf die Felder verbracht wurde. Daher haben dort auch immer gern die Hühner herumgescharrt, um die sich dort entwickelnden “Rotwürmer” (bei Anglern beliebte Form der Regenwürmer) oder unverdaute Körner zu suchen. Typisch für die Ausbringung ist auch heute noch der Miststreuer.
Gülle ist ein Produkt der modernen Landwirtschaft. Die Tiere werden hierbei nicht mehr auf Mist gehalten, sondern sie stehen auf Spalten. Kot und Harn fallen durch die Spalten in “Güllekanäle”. Entweder sind die Kanäle vom Volumen groß genug, um die Gülle von fast einem Jahr aufzufangen, oder die Gülle wird häufiger in einen großen Güllebehälter (meist ein großer, runder Behälter) gepumpt. In diesen Behältern muss sie häufiger gerührt werden, damit sich nicht die sogenannte “Schwimmschicht” aus festen, aber leichteren Bestandteilen als die Flüssigkeit absetzt. Diese Gülle ist ein wertvoller Dünger für den Acker, der nach der Ernte bis Mitte Oktober oder ab Februar bis ca. 6 Wochen vor der Bestellung der Felder bei bestimmten Früchten ausgebracht werden kann.
Hoaaach, das ist ja spannend.
Ich hoffe euch damit geholfen zu haben!
Eure Euch immer gern habende Ulla